
Eine Szene aus dem diesjährigen Krippenspiel: Maria und Josef sitzen nach ihrer Reise erschöpft in Bethlehem. In diesem Jahr waren neben Konfirmanden auch Kinder aus dem Kindergottesdienst beteiligt.
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Die Geburt eines Kindes ist immer etwas ganz Besonderes, vor allem für die Eltern und nächsten Angehörigen. Wenn das Kind da ist, dann kommt das Staunen. So klein und zerbrechlich. So niedlich und lebendig! Aber auch so hilflos und angewiesen auf andere. Weihnachten feiern wir die Geburt Jesu. Die Umstände waren schwierig, die Familienverhältnisse auch. Ort und Zeit der Geburt waren kompliziert. Mitten in der Nacht und nur ein Stall. Kein Bettchen, kein Babyzimmer mit allem drum und dran. Nicht einmal ein Platz in der Herberge. So liegt das göttliche Kind in der Krippe und seine Mutter und ihr Verlobter haben alle Hände voll zu tun, die Situation irgendwie zu meistern. |
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Aber Gott will, dass dieses Kind geboren wird. Er hat Großes mit ihm vor und beginnt es doch ganz klein. Dieses Kind wird die Welt erlösen und ist doch selbst auf Hilfe angewiesen. Der Heiland der Welt in Armut und Not. Gott gibt sich selbst in diesem Kind in die Hände der Menschen! Sie müssen sich um ihn kümmern, ihn füttern und wickeln, auf den Arm nehmen und beruhigen und ihn durch die Welt tragen. Wie das eben alle Eltern mit ihren Kindern tun. |
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Gott kommt zu uns Menschen, ganz klein und zerbrechlich, und zeigt uns in diesem Kind, dass er ganz nah bei den Menschen sein will. Mit Jesus ist Gott ein Gott zum Anfassen und zum Liebhaben. Die Geburt Jesu zeigt uns, wie wertvoll auch unser eigenes, kleines und zerbrechliches Leben in den Augen Gottes ist. Für Jesus gibt es keine Extras, er nimmt von Anfang an, an unserem Leben teil. |
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Dass Gott so kommt, als Kind, das ist das eigentliche Geheimnis von Weihnachten. Der Dichter Clemens von Brentano hat das in folgende Worte gefasst: |
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„Welch Geheimnis ist ein Kind! / Gott ist auch ein Kind gewesen; / weil wir Kinder Gottes sind, / kam ein Kind, uns zu erlösen. / Welch Geheimnis ist ein Kind! / Wer dies einmal je empfunden, / ist den Kindern durch das Jesuskind verbunden.” |
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Mit der Geburt Jesu, mit seinem Kommen, beginnt sich die Geschichte der Welt zu wandeln. Das erzählt die Weihnachtsgeschichte auf wunderbare Weise. Ein Stern geht auf in dunkler Nacht und weist den Weg zum Kind. Außenseitern, wie die Hirten es nun einmal waren, erfahren große Freude. Weitgereiste Menschen, wie die Weisen aus dem Morgenland, beten dieses Kind an und schenken ihm, was sie haben. Wahrlich: Ein Kind ist geboren und verändert die Welt. Kaum ist es da, zieht es die Menschen in seinen Bann. So ist es auch noch heute. Wenn wir die Weihnachtsgeschichte hören, oder als Krippenspiel aufgeführt erleben, dann beginnen die Worte zu wirken und eine Sehnsucht wird wach nach dem göttlichen Kind. |
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Ich denke an eine kleine Begebenheit, die sich so am Heiligen Abend zugetragen hat: Lange nach der Bescherung geht der kleine Sohn der Familie plötzlich zur Krippe und nimmt das Jesuskind behutsam in seine Hand. „Ich nehme ihn jetzt mit in mein Bettchen, da hat er es schön kuschelig. Er soll nicht hier im Stall in der Krippe schlafen.” Wo wir das Kind in der Krippe nicht vergessen, da wird es wirklich Weihnachten werden, auch für uns! |
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Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern ein recht frohes und gesegnetes Weihnachtsfest! |
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Superintendent Dr. Detlef Klahr |
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