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Auf dem Weg ... Der Ev.-luth. Kirchenkreis Burgdorf in 10 Jahren |
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Eckpunktepapier des Kirchenkreisvorstandes zur Einleitung eines Organisationsentwicklungsprozesses (Beschlossen vom Kirchenkreistag am 7. September 2005) |
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Präambel: |
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Bei den in der Gegenwart notwendigen Veränderungsprozessen im Kirchenkreis Burgdorf gelten die Grundsätze des Leitbildes de Kirchenkreises und der Bericht des Perspektivausschusses des Landessynode vom 23. Mai 2005 (Aktenstück 98 der Landessynode). |
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I Ausgangssituation: |
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1. Der Ev.-luth. Kirchenkreis (Wenn im Folgenden von „Kirchenkreis“ die Rede ist, dann ist immer der Kirchenkreis als Körperschaft mit seinen Kirchengemeinden und den übergemeindlichen Diensten und Funktionen gemeint.) Burgdorf verändert sich! Zu den Veränderungen tragen u.a. bei: |
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- die demographische Entwicklung von Kirche und Gesellschaft, |
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- die finanzielle Entwicklung der Kirche, |
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- veränderte Beteiligungsformen der Kirchenmitglieder, |
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- Austritte, |
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- die Zunahme an Teilzeitstellen im Bereich der Pfarrämter als Folge der finanziellen Entwicklung, |
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- die sozialen und gesellschaftlichen Herausforderungen |
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- das neue Fragen nach Spiritualität und Religiosität. |
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- ... |
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2. Der Kirchenkreisvorstand des Ev.-luth. Kirchenkreises Burgdorf sieht keine Alternative zur Volkskirche, aber Alternativen in der Volkskirche. Die Rahmendaten der Veränderungen, mit denen es der Kirchenkreis zu tun hat, müssen deshalb so reflektiert werden, dass sich strategische Optionen (inhaltlicher und struktureller Art) für das weitere Handeln des Kirchenkreises ableiten lassen (R. Schloz). |
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3. Veränderungen bedeuten Risiken, aber auch Chancen. Der Kirchenkreisvorstand will die Chancen anstehender Veränderungsprozesse nutzen und aktiv gestalten, ohne die Risiken aus dem Blick zu verlieren. |
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II Problemanzeigen |
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Angesichts der o.g. Ausgangslage stellen sich dem Kirchenkreisvorstand folgende Fragen: |
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- Ist der Zuschnitt und sind die Aufgaben, Funktionen und rechtlichen Kompetenzen der Regionen und Gemeinden (Parochie) im Kirchenkreis für die Zukunft tragfähig? |
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- Taugt das derzeitige Finanzierungssystem im Kirchenkreis um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern? |
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- Gibt es Alternativen zum kirchlichen Haushalts- und Rechnungswesen, die zukunftsfähiger sind, als Bisheriges? |
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- Wie kann ein Gebäudemanagement im Kirchenkreis aussehen und was kann es dazu beitragen, die Bau- und Bewirtschaftungskosten effizient zu steuern? |
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- Brauchen wir ein effizienteres Kostenmanagement z.B. zur Beschaffung von Inventar o.ä.? |
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- Wie kann die Arbeit im Kirchenkreis zielgerichteter als bisher gestaltet werden? |
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- Was trägt dazu bei, die Qualität der Arbeit im Kirchenkreis zu erhalten bzw. kontinuierlich zu verbessern. |
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- Wie kann die Arbeit effektiver gestaltet werden, so dass messbare Synergieeffekte erzielt werden (Schwerpunkte in Regionen/Gemeinden)? |
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- Was trägt dazu bei, vermehrt Brücken zwischen Kirchengemeinden und zwischen dem Kirchenkreis mit seinen Diensten und Einrichtungen und den Gemeinden zu schlagen (Identität, Wir-Gefühl)? |
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- Wie ist das Verhältnis der Berufsgruppen im Kirchenkreis (insbesondere der DiakonInnen und PastorInnen) zukünftig zu gestalten? |
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- Wie kann das Verhältnis von Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen effektiver gestaltet werden? |
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- Wie können in Zukunft stärker als bisher Erwartungen von Gemeindegliedern und anderen im Kirchenkreis lebenden Personen in die Planung kirchlicher Arbeit systematisch einbezogen werden (Kirche als Dienstleister?). |
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- Wie können Visitationen besser als bisher genutzt werden? |
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- Was kann Fundraising dazu beitragen, die Arbeit im Kirchenkreis finanziell abzusichern? |
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- ... (Diese Fragen versteht der Kirchenkreisvorstand als Problemanzeigen und nicht als Lösungsvorschläge. Die Aufzählung ist bewusst offen gehalten.) |
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III Der Lösungsweg |
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Der Kirchenkreisvorstand hält es für notwendig, im Kirchenkreis einen Organisationsentwicklungsprozess (OE-Prozess) zu beginnen, der Lösungen für die beschriebenen Herausforderungen erarbeitet und Maßnahmen zur Umsetzung der Ergebnisse einleitet. Dies soll auf möglichst breiter Basis und unter größt möglicher Beteiligung aller zuständigen Gremien im Kirchenkreis, der Kirchengemeinden und der Einrichtungen bzw. funktionalen Dienste geschehen. |
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Im Rahmen dieses OE-Prozesses sollen die mittelfristig (Hierbei ist an einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren gedacht.) zu prognostizierenden Rahmendaten (Finanzsituation, demographische Entwicklung, usw.) Grundlage der Überlegungen sein. Auf dieser Grundlage sollen Optionen von möglichen Problemlösungen ohne „Denkverbote“ erarbeitet und den zuständigen Gremien zur Diskussion und ggf. Beschlussfassung unterbreitet werden. Dabei sind Ergebnisse früherer Organisationsentwicklungen im Kirchenkreis (Z.B. Leitbild, Handreichung zur Stellenrahmenplanung (1999-2003), Grundsätze für den Einsatz von Diakoninnen und Diakonen im Kirchenkreis usw.) und die Arbeitsergebnisse anderer kirchlicher Gremien (insbesondere der Landessynode) einzubeziehen. |
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Im OE-Prozess geht es insbesondere darum, |
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a) die Ausgangslage, in der sich der Kirchenkreis befindet, mit ihren Problemen differenziert zu beschreiben. Oder: was sind die Probleme des Kirchenkreises mit Blick auf die absehbaren Veränderungen der Rahmendaten? |
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b) die notwendigen Daten für einen Veränderungsprozess zu erheben. Oder: wo steht der Kirchenkreis heute? |
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c) einen Prozess im Kirchenkreis zu initiieren, der der Zielfindung dient. Oder: auf welches Ziel hin soll der Kirchenkreis entwickelt werden? |
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d) unter größt möglicher Beteiligung Lösungen erarbeiten, die der Zielerreichung dienen. Oder: welche Veränderungen sind notwendig, um das angestrebte Ziel zu erreichen? Dazu richtet der Kirchenkreistag eine „Lenkungsgruppe“ und einen Beirat ein. |
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Die „Lenkungsgruppe“ ... |
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- hat den Auftrag, den Organisationsentwicklungsprozess im Kirchenkreis einzuleiten und im o.g. Sinn zu organisieren; |
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- setzt sich aus 3 bis 5 Personen zusammen, die Erfahrungen und Kenntnisse über OE-Prozesse mitbringen. Auf eine angemessene Repräsentanz von Ehrenamtlichen ist zu achten; |
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- wird mit den notwendigen finanziellen Ressourcen ausgestattet, um einen OE-Prozess im Kirchenkreis durchzuführen; |
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- wird verpflichtet, sich im Rahmen ihrer Arbeit durch externe Beratung unterstützen zu lassen (z.B. durch die Gemeindeberatung); |
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- erarbeitet einen Prozessverlauf, den der Kirchenkreistag möglichst im November 2005 beschließt. Dieser enthält die einzelnen Schritte und Meilensteine im Zeitablauf (wer, wie, wann mit welchen Themen beteiligt ist). Dabei sind die Wahlen zu den Kirchenvorständen am 26. März 2006 und 2007 die neue Zusammensetzung der Gremien des Kirchenkreistages berücksichtigt; |
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- berichtet in regelmäßigen Abständen dem Beirat über die Beratungsergebnisse und den OE-Prozess; |
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- legt dem Kirchenkreistag spätestens zum 30. Juni 2007 einen Abschlussbericht über die von der Lenkungsgruppe geleistete Arbeit vor. (Davon bleibt unberührt, dass der Organisationsentwicklungsprozess selbstverständlich über diesen Termin hinausgeht. Ggf. muss nach Vorlage des Berichtes eine neue Beauftragung der Lenkungsgruppe erfolgen.) |
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Der Kirchenkreisvorstand erwartet nicht nur ein Ergebnispapier, sondern konkrete Vorschläge zur Umsetzung von Maßnahmen im Sinne einer Organisationsentwicklung. Dabei ist in besonderer Weise auf Nachhaltigkeit der Vorschläge zu achten. |
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Aufgaben des Beirats: |
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1. Der Beirat berät die Arbeitsergebnisse der Lenkungsgruppe und gibt dieser ggf. Anregungen zur Weiterarbeit. |
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2. Der Beirat erarbeitet aus den Vorschlägen der Lenkungsgruppe Beschlussvorlagen für die Gremien des Kirchenkreises. Er trägt dafür Sorge, dass die Arbeitsergebnisse der Lenkungsgruppe den zuständigen Gremien des Kirchenkreises zugeleitet werden und sorgt für deren angemessene Diskussion. |
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3. Der Beirat begleitet die Auswertung des Prozesses. |
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Zusammensetzung des Beirats: |
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Superintendent (als Vorsitzender des Beirats) Vorsitzender oder stellv. Vorsitzender des Kirchenkreistages Vorsitzender oder stellv. Vorsitzender aller Ausschüsse des KKT je ein Vertreter der Fachgruppe der Diakoninnen und Diakone des Pfarrkonvents der Mitarbeitervertretung des Kirchenkreisamtes des Diakonieverbandes Hannover-Land je ein ehrenamtliches Mitglied eines Kirchenvorstandes aus jeder Region des Kirchenkreises |
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