#beziehungsweise

Glaubenssache

Kirsten Fricke, Pastorin und Seelsorgerin in der JVA Sehnde. Foto: Jens Schulze
Kirsten Fricke, Pastorin und Seelsorgerin in der JVA Sehnde. Foto: Jens Schulze

Ein Blick in die Vergangenheit:

11. Dezember im Jahr 321: Kaiser Konstatin erlässt ein Edikt (Gesetz). Es legt fest, dass Juden städtische Ämter in der Kurie, der Stadtverwaltung Kölns, bekleiden dürfen und sollen. Ein Beleg dafür, dass jüdische Gemeinden seit dieser Zeit wichtiger integrativer Bestandteil der europäischen Kultur sind.

Ein Blick in die Gegenwart:
21. Februar 2021: Bundesweit wird das Jubiläumsjahr 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschlanderöffnet. Auch die Kirchen beteiligen sich mit einer ökumenischen Kampagne. #beziehungsweise – jüdisch und christlich: näher, als Du denkst ist ihr Motto. Auch einige Gemeinden unserer Region beteiligen sich, jede auf ihre Art und Weise.

Wenn jüdisches Leben in Deutschland gefährdet ist, wenn Juden/innen auf offener Straße bedroht, oder ihre Synagogen in Gefahr sind, dann ist das nicht nur unglaublich traurig und unwürdig für eine freiheitliche Demokratie wie der unseren, dann sind wir als gläubige Christen/innen aufgefordert, diesem menschenfeindlichen Hass und der Intoleranz entgegen zu treten.
Jesus war Jude, jüdische Traditionen sind ins Christentum eingeflossen. Und damit sind wir uns näher, als wir denken. Diesen Aspekt greift die Kampagne auf und will so einen Beitrag zur Aufklärungsarbeit und Erinnerungskultur leisten.

Ein (hoffnungsvoller) Blick in die Zukunft:
Jonah, Schüler: „Ich wünsche mir eigentlich nur Frieden und keinen Antisemitismus mehr.“ Das ist auch mein Wunsch! Möge Gott es gelingen lassen!

Zitat auf: https://2021jlid.de/die-staerksten-zitate-des-festakts-1700-jahre-juedisches-leben-in-deutschland/

Kirsten Fricke
Pastorin und Seelsorgerin in der JVA Sehnde

„Glaubenssache - Beiträge und Texte aus Kirche und Religion“ erscheint als Kolumne jeweils sonnabends im Marktspiegel für Burgdorf und Uetze, sowie im Marktspiegel für Lehrte und Sehnde. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Kirchen schreiben Beiträge aus ihren Kirchengemeinden, Einrichtungen und Arbeitsfeldern, von ihren Erfahrungen und zu dem, was sie gerade beschäftigt.

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