Ebenbild Gottes

Glaubenssache

Friederike Grote. Foto Hans-Georg Schruhl
Pastorin Friederike Grote. Foto Hans-Georg Schruhl

Gott ist divers, würde ich sagen, keinem Geschlecht zuzuordnen und das ist gut so.
Als Menschen sind wir Ebenbild Gottes, dennoch nicht alle divers, manche sind es, andere sind Männer, wieder andere Frauen; alle Ebenbild Gottes, gleichberechtigt.

Am Montag, am 8. März, ist internationaler Frauentag. Diesen Tag gibt es seit 1911. In Berlin ist er seit 2019 Feiertag, ebenso in einigen Ländern – Angola, Georgien und Vietnam.
Seit 1999 gibt es auch einen Männertag und zwar am 19. November.

Ebenbild Gottes zu sein, bedeutet Leben in Fülle und Würde zu haben, Leben mit gleichen Rechten in Gemeinschaft mit allen in der Schöpfung.
Tradition, Erziehung, Strukturen stehen dem oft noch im Wege.

Der Frauentag ist ein Tag, an dem an all das erinnert wird, was nicht erreicht ist in Sachen Gleichberechtigung und gleicher Würde, ein Tag, der dazu aufruft gegen Gewalt und Missbrauch von Mädchen und Frauen, gegen ungerechte Strukturen vorzugehen, Veränderungen im eigenen Denken und Handeln umzusetzen. Der Frauentag ist ein Tag, an dem sich Frauen der Kraft der Solidarität miteinander bewusst werden.

Die Vision der ersten Christ*innen ist uns in einem Brief von Paulus an die Galater überliefert: „Da ist nicht jüdisch noch griechisch, da ist nicht versklavt noch frei, da ist nicht männlich und weiblich: denn alle seid ihr einzig-einig im Messias Jesus“ (Gal. 3,28 – Bibel in gerechter Sprache). Lassen wir diese Vision Wirklichkeit werden.

Friederike Grote
Pastorin, Ev.-luth. St.-Pankratius-Kirchengemeinde Burgdorf

„Glaubenssache - Beiträge und Texte aus Kirche und Religion“

Die Kolumne erscheint jeweils sonnabends im Marktspiegel für Burgdorf und Uetze, sowie im Marktspiegel für Lehrte und Sehnde. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Kirchen schreiben Beiträge aus ihren Kirchengemeinden, Einrichtungen und Arbeitsfeldern, von ihren Erfahrungen und zu dem, was sie gerade beschäftigt.

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