Am Ende – und dann?

"angeklopft + nachgefragt" – Führungen und Gespräche auf dem Friedhof

Neuer Friedhof Lehrte. Foto: Wolfgang Hornig
Neuer Friedhof Lehrte. Foto: Wolfgang Hornig

Der Kirchenkreis Burgdorf lädt ein zur nächsten Station seiner Veranstaltungsreihe „angeklopft + nachgefragt“. Dabei blicken die Gäste stets hinter die Kulissen von Orten und Organisationen, die zum Leben gehören. Dieses Mal geht es auf dem Neuen Friedhof in Lehrte um das Thema

Am Ende – und dann?
Führungen und Gespräche auf dem Friedhof

Die Veranstaltung findet statt

am Sonnabend, 30. März,
auf dem Neuen Friedhof, Am Stadtpark 16, 31275 Lehrte;
Beginn: 10.30 Uhr.

Die Themen „Tod“ und „Sterben“ waren lange Zeit Tabu-Themen in unserer Gesellschaft. Unter anderem durch das Engagement der Hospizdienste beginnt in den letzten Jahren jedoch die Offenheit im Privaten und in der Öffentlichkeit für diese Themen zu wachsen. Einen Beitrag dazu leistet die Veranstaltung des Kirchenkreises auf dem Neuen Friedhof.

„Wie lange darf ein Verstorbener zuhause bleiben?“, „Was geschieht eigentlich mit den Toten?“, „Was ist eine Aussegnung?“, „Welche Veränderungen gab es in den vergangenen Jahren in der Bestattungskultur?“ – diese und andere Fragen mehr sollen an dem Vormittag diskutiert werden.

Dafür stehen die Bestatter Michael Meinig (Lehrte) und Thorsten Volkmann (Burgdorf) sowie Superintendentin Sabine Preuschoff in einem Podiumsgespräch Rede und Antwort. Zuvor besteht Gelegenheit zu Friedhofsführungen mit dem Friedhofsleiter und Friedhofsbeauftragten des Kirchenkreises Burgdorf, Gerhard Winter, dem technischen Mitarbeiter Mathias Gerth und dem Steinmetzmeister Arno Sauer (Sievershausen).

Die Besucherinnen und Besucher können ihre eigenen Fragen einbringen und sich zum Ende der Veranstaltung bei einer Suppe auch untereinander austauschen.

Moderiert wird „angeklopft + nachgefragt“ dieses Mal von der Pastorin Gesa Steingräber-Broder von der Lehrter Matthäus-Kirchengemeinde.

Das Ende der Veranstaltung ist für 12.30 Uhr vorgesehen. Der Eintritt ist frei. Die Organisatoren bitten für eine bessere Planung um Anmeldung per E-Mail an angeklopft@kirchenkreis-burgdorf.de.

Der Neue Friedhof in Lehrte

Die Kapelle des Neuen Friedhofs. Foto: Wolfgang Hornig
Die Kapelle des Neuen Friedhofs. Foto: Wolfgang Hornig

Der „Neue Friedhof" wurde 1927 eröffnet. Die Anlage umfasst gut sieben Hektar und ist als Parkfriedhof angelegt. Die große Kapelle, erbaut 1930, liegt zentral und weist vor allem in der Innenausmalung Besonderheiten auf. Der Träger des Friedhofs ist die Matthäus-Kirchengemeinde.

Der Kirchenvorstand, die Leitung und die Mitarbeiter der Friedhöfe legen Wert auf eine angemessene Gestaltung der Anlagen. Die Anlagen werden nach den geltenden Vorschriften und Umweltschutzrichtlinien gepflegt.

Außerdem betreibt die Matthäus-Gemeinde in der Lehrter Kernstadt noch den „Alten Friedhof” im Wohngebiet zwischen Feldstraße und Eichenweg. Der Friedhof und die kleine Backstein-Kapelle wurden 1885 als Ersatz für den still gelegten Friedhof an der Nikolauskirche eingeweiht. Das Grundstück wurde von den Lehrter Landwirten zur Verfügung gestellt.

Auf beiden Friedhöfen befinden sich besonders gestaltete Skulpturen und historische Grabdenkmäler.
Für Gefallene der beiden Weltkriege, für Bombenopfer und für Zwangsarbeiter wurden auf beiden Friedhöfen Gedenkstätten eingerichtet.

Weitere Informationen zu den Einrichtungen finden Sie im Internet unter www.matthaeus-lehrte.de (Menüpunkt „Einrichtungen“).

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