Das Stichwort: Heilige Drei Könige

Kinder ziehen als Sternsinger von Haus zu Haus und sammeln Spenden

Sternsinger der Ev. und kath. Kirchengemeinde in Hämelerwald. Foto: Katja Eggers
Sternsinger der Ev. und kath. Kirchengemeinde in Hämelerwald. Foto: Katja Eggers

Am 6. Januar feiert die katholische Kirche das Fest der „Heiligen Drei Könige“, auch als Dreikönigsfest bekannt. Der Tag erinnert auch an das Jesuskind in der Krippe, also nach christlichem Glauben an das Erscheinen Gottes in der Welt. Daher wird der Tag auch als Epiphanias bezeichnet - aus dem griechischen Wort „epiphaneia“ für „Erscheinung“ abgeleitet. Im frühen Christentum erinnerten die Gläubigen am 6. Januar zudem an die Taufe Christi.

Einige orthodoxe Kirchen, etwa in Russland, feiern am 6./7. Januar das Weihnachtsfest. In Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt sowie in Österreich ist der 6. Januar gesetzlicher Feiertag. In der katholischen Sternsinger-Aktion zu Beginn jeden Jahres ziehen Hunderttausende Kinder als Heilige Drei Könige verkleidet von Haus zu Haus und sammeln Spenden für Projekte in den armen Ländern der Erde.

Das ursprüngliche Geburts- und Tauffest Jesu wurde erst im frühen Mittelalter zum Gedenktag für die „Heiligen Drei Könige“, die das Jesuskind anbeten. Von „Königen“ und auch von der Zahl „drei“ ist im Matthäus-Evangelium (2,1-12) allerdings nicht die Rede, sondern nur von „Weisen“ oder Sterndeutern aus dem Morgenland.

Dass es sich um drei Könige gehandelt haben soll, wurde in der Überlieferung aus der Anzahl und der Kostbarkeit der Geschenke - Gold, Weihrauch und Myrrhe - abgeleitet. Die Namen Kaspar, Melchior und Balthasar erhielten die drei „Könige“ wohl um das 8. Jahrhundert herum. Später wurde Balthasar eine schwarze Hautfarbe zugesprochen. (1073/01.01.14) epd lnb bas mil

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