Das Stichwort: Konfirmation, Kommunion und Jugendweihe

Der Begriff Konfirmation bedeutet „Befestigung“ oder „Stärkung“

Konfirmation in den 30er Jahren. Foto: D. Stuckenschmidt
Konfirmation in den 30er Jahren. Foto: D. Stuckenschmidt

Hannover (epd). Die evangelische Konfirmation ist seit dem 19. Jahrhundert in ganz Deutschland üblich. Der lateinische Begriff Konfirmation bedeutet „Befestigung“ oder „Stärkung“. Die Konfirmation bekräftigt das Sakrament der Taufe. Damit wird symbolisiert, dass der Mensch nach christlichem Glauben von Gott vollständig geliebt und angenommen wird.

In der Zeit nach Ostern lassen sich fast alle getauften evangelischen Jugendlichen im Alter von 13 oder 14 Jahren konfirmieren. Die Zahl der Konfirmierten sank in den vergangenen Jahren. Im Jahr 2015 waren es nach der Statistik der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) rund 195.500 junge Menschen. In Niedersachsen und Bremen wurden nach der jüngsten verfügbaren Statistik 2016 insgesamt rund 36.000 Jugendliche eingesegnet.

Im Konfirmationsgottesdienst gibt die Pastorin, der Pastor, die Diakonin, der Diakon den Konfirmandinnen und Konfirmanden einen Text aus der Bibel mit auf den Lebensweg. Sie sind nun mündige Mitglieder der Gemeinde und dürfen selbst Taufpate werden. Voraussetzung für die Konfirmation ist in der Regel ein mindestens einjähriger Unterricht im christlichen Glauben. Zu dem Fest erhalten die Jugendlichen von Verwandten und Bekannten häufig viele Geschenke.

In der katholischen Kirche wird die Taufe durch das Sakrament der Firmung bekräftigt. Mit der Erstkommunion nehmen junge Katholiken jedoch schon als Zweit- oder Drittklässler zum ersten Mal am Abendmahl und an der Beichte teil. Sie können dann auch schon Taufpate werden. Die Firmung, die zwischen dem 12. und dem 17. Lebensjahr üblich ist, vollendet die Taufe. Der Pfarrer legt den Firmlingen die Hand auf den Kopf und salbt sie mit Öl. Gegenüber der Erstkommunion hat die Firmung als neuer Lebensabschnitt eine geringere Bedeutung.

In Ostdeutschland ist die vor 150 Jahren entstandene kirchenunabhängige Jugendweihe weiterhin populär. Das verbreitete Familienfest wurde in der DDR forciert. Die wichtigsten Anbieter von Jugendweihen sind der Verein Jugendweihe Deutschland, der Humanistische Verband Deutschlands und der Freidenkerverband. Die Kirchen lassen in der Regel niemanden zur Konfirmation, Erstkommunion und Firmung zu, der parallel an einer Jugendweihe teilnimmt. (6050/06.04.18) epd lnb bas/mig

Die Konfirmation

Konfirmandinnen und Konfirmanden 2018 - Quelle: Marktspiegel 180331

Zurück