Diakon Wolfgang Hornig geht in den Ruhestand

Die Verabschiedung ist am 28. Oktober 2018 in der Iltener Barockkirche

Fast 40 Jahre war Diakon, Sozialpädagoge und Referent für Öffentlichkeitsarbeit Wolfgang Hornig im Kirchenkreis Burgdorf tätig. Foto: Stefan Heinze
Fast 40 Jahre war Diakon, Sozialpädagoge und Referent für Öffentlichkeitsarbeit Wolfgang Hornig im Kirchenkreis Burgdorf tätig. Foto: Stefan Heinze

Nach fast 40 Jahren im kirchlichen Dienst wird Diakon Wolfgang Hornig in den Ruhestand verabschiedet. In einem Festgottesdienst wird er am Sonntag, 28. Oktober 2018 um 15 Uhr in der Barockkirche zu Ilten durch Superintendentin Sabine Preuschoff von seinen Aufgaben entpflichtet.

Zum Gottesdienst und zum anschließenden Beisammensein lädt der Kirchenkreis herzlich ein. Die Verabschiedung steht unter dem Wort aus 5. Mose 28,12: „Und der HERR wird dir seinen guten Schatz auftun, den Himmel, dass er deinem Land Regen gebe zur rechten Zeit und dass er segne alle Werke deiner Hände.“

Superintendentin Sabine Preuschoff:

„Wolfgang Hornig hat im Kirchenkreis Burgdorf in verschiedenen Aufgabenfeldern gewirkt und damit den Kirchenkreis vielfältig geprägt und seine Spuren hinterlassen.


Von 1979 - 1993 arbeitete Wolfgang Hornig als Diakon in der St.-Pankratius-Kirchengemeinde Burgdorf mit dem Schwerpunkt Jugendarbeit. Dort begleitete er neben einer großen Zahl Konfirmandinnen und Konfirmanden nicht allein die klassischen Jugendgruppen, sondern initiierte unterschiedlichste Projekte, beispielsweise das „Provinzkino“, Fotogruppen, die Umweltgruppe und einen Jugendbibelkreis, Begegnungen von Jugendlichen mit alten Menschen, von "Behinderten und Nichtbehinderten". Sein – noch heute aktueller – Grundsatz: „Die Kirche muss ihre Füße bewegen. Sie sollte gerade diejenigen erreichen, die nicht von allein kommen.“

Besondere Akzente setzte Wolfgang Hornig in dieser Zeit in der Integrationsarbeit. Er legte in den 1980er Jahren gemeinsam mit Pastor Rudolf Bembenneck, Gertrud Mrowka und anderen den Grundstein für die Arbeit mit ausländischen Mitbürgern in Burgdorf durch die „Beratungsstelle für Ausländer und Deutsche“. Das war der Vorläufer des heutigen Nachbarschaftstreffs am Burgdorfer Ostlandring. Eine weitere Einrichtung, die aus Hornigs Initiative entstand, war die „Teestube für Behinderte und Nichtbehinderte“ der Evangelischen Jugend im Gemeindehaus an der Burgdorfer Gartenstraße.

Die Begegnung von Menschen unterschiedlicher Nationen und Kulturen war ihm immer ein besonderes Anliegen; so veranstaltete er viele Jugendfreizeiten, u.a. Fahrten nach Taizé, nach Elba, Korsika, Dänemark, Frankreich, Schweden, Rumänien und eine Israelreise, verbunden mit der Arbeit der Jugendlichen im Kibbuz und der Begegnung mit Israelis.

Von 1993 - 2008 war er als Kirchenkreisjugenddiakon aktiv und konnte damit gut an die Zeit als Gemeindediakon anknüpfen. In Jugendmitarbeiterschulungen bildete er gemeinsam mit Kreisjugenddiakon Michael Benkowitz etliche Jugendliche in pädagogischen, rechtlichen, organisatorischen Fragen der Gruppenleitung aus. Außerdem organisierte und begleitete Wolfgang Hornig das alle zwei Jahre stattfindende Landesjugendcamp mit und wurde vielen Jugendlichen bei Freizeiten, Fortbildungen, Projekten und Gesprächen am Rande der Arbeit zum Ermöglicher, Förderer und prägenden Lebensbegleiter.

Seit 1996 ist Wolfgang Hornig mit halber Stelle für die Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenkreises Burgdorf zuständig.
Neben seiner Aufgabe, den Kontakt zur Presse zu gestalten, Themen und Projekte von Gemeinden und Kirchenkreis u.a. über die Presse, das Internet, das Kirchenkreis-Magazin „Kreuz & Quer“ in die Öffentlichkeit zu tragen, organisierte Wolfgang Hornig u.a. auch die Veranstaltungsreihe des Kirchenkreises „angeklopft + nachgefragt“ mit, dazu Projekte wie „Gemeinden unterwegs“, Kunstausstellungen, das Luther-Nagel-Projekt, den Kirchenkreisball. Die Internetarbeit als Webmaster und der Webauftritt des Kirchenkreises lag im besonders am Herzen.

Beruflich hat Wolfgang Hornig immer wieder Neues ausprobiert – und ist sich und seinen Idealen gleichzeitig treugeblieben. Es war für mich ein großes Geschenk, mit „Wolle“ Wolfgang Hornig zusammenzuarbeiten. Und für den Kirchenkreis waren die 40 Jahre mit ihm, seine Impulse, sein Einsatz ein großer Segen.

Er ist ein ausgesprochener Teamarbeiter, der gerne Menschen zusammenbringt, so dass alle von dem gegenseitigen Austausch und dem Miteinander der Ideen verschiedenster Menschen profitieren. Dadurch konnten gemeinsam wunderbare Projekte auf den Weg gebracht werden. Dabei hat er eine Vielzahl von Kompetenzen und Gaben in die Arbeit eingebracht: seine Fachlichkeit als Diakon und Sozialpädagoge, seinen versierten und einfühlsamen Blick durch die Kamera, seine Genauigkeit und Kreativität beim Layout, seine Gewissenhaftigkeit und Verlässlichkeit in Terminsachen … um nur einiges zu nennen. Dazu seine menschlichen Stärken: engagiert, empathisch, loyal, behutsam, mit einer großen Liebe zum Menschen.

Im Namen des Kirchenkreises danke ich Wolfgang Hornig für seinen treuen, den Menschen zugewandten Dienst in unserer Kirche und wünsche ihm für den Ruhestand Gottes Segen.“

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