Ins neue Jahr springen

Glaubenssache

Ricarda Schnelle, Pastorin in den ev.-luth. Kirchengemeinden Haimar, Rethmar, Sehnde. Foto: privat
Ricarda Schnelle, Pastorin in den ev.-luth. Kirchengemeinden Haimar, Rethmar und Sehnde. Foto: privat

Am 6. Januar geht die Vierschanzentournee zu Ende. Auf vier unterschiedlichen Schanzen in Deutschland und Österreich sind die besten männlichen Skispringer der Welt gegeneinander angetreten. Viele Menschen verfolgen die Wettkämpfe vor dem Fernseher. Auch an den Schanzen sind tausende Fans dabei, warten trotz klirrender Kälte und machen gute Stimmung. Für die Sportler ist die Tournee besonders wichtig: Sie genießen die besondere Atmosphäre. Und wer hier gewinnt, der hat es geschafft.

Die Vierschanzentournee startet am 30. Dezember und endet am 6. Januar. Eine besondere Zeit: Jahresende und Jahresanfang. Die „Ski-Adler“ springen ins neue Jahr, mit ganz viel Schwung, guter Aussicht und tosenden Fans. Wer von einer Skischanze springt, der hat das gelernt. Er beherrscht die Technik, braucht eine gute aktuelle „Form“. Und auch ein bisschen Mut. Wenn dann auch noch der Wind günstig steht, landen die Sportler ganz elegant auf beiden Skiern.


Ins neue Jahr springen

Mit etwas Mut den Absprung wagen.

Altes getrost hinter sich lassen.

Die Erfahrung ist unsere Technik.

Die Atmosphäre genießen,

bevor der Alltag wieder tost.

Einen Moment fliegen und Gott vertrauen.

Den Ausblick genießen, auf das, was kommt.

Und keine Niederlage fürchten.

Gott trägt uns hinein ins neue Jahr.

Wir landen auf beiden Beinen.


In der hebräischen Bibel steht im Kapitel 40, Vers 31, des Jesajabuches: Aber alle, die auf den Herrn vertrauen, bekommen immer wieder neue Kraft, es wachsen ihnen Flügel wie dem Adler.

Ricarda Schnelle
Pastorin in den ev.-luth. Kirchengemeinden Haimar, Rethmar und Sehnde.

„Glaubenssache - Beiträge und Texte aus Kirche und Religion“

Die Kolumne erscheint jeweils samstags im Marktspiegel für Burgdorf und Uetze, sowie im Marktspiegel für Lehrte und Sehnde. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Kirchen und Religionsgemeinschaften schreiben Beiträge aus ihren Einrichtungen und Arbeitsfeldern, von ihren Erfahrungen und zu dem, was sie zeitaktuell gerade beschäftigt.

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