Pastor Kremeike verlässt die St.-Petri-Gemeinde

Theologe wechselt nach nur einem Jahr nach Hankensbüttel

Pastor Jörn Kremeike. Foto: privat
Pastor Jörn Kremeike. Foto: privat

Pastor Jörn Kremeike verlässt die Ev.-luth. St.-Petri-Kirchengemeinde Steinwedel. Auf eigenen Wunsch tritt der 51-Jährige voraussichtlich zum 1. November dieses Jahres eine Pfarrstelle in Hankensbüttel im Kirchenkreis Gifhorn an. Kremeike war seit August vergangenen Jahres Pastor in Steinwedel.

„Ich weiß, dass es ungewöhnlich ist, eine Kirchengemeinde nach so kurzer Zeit zu verlassen. Ich habe mir diese Entscheidung nicht leicht gemacht. Aber manchmal entwickeln sich die Dinge anders, als man es sich vorgestellt hat“, begründete der Pastor seine Entscheidung am Sonntag im Gottesdienst: „Ich wünsche der Kirchengemeinde Steinwedel von Herzen alles Gute und Gottes Segen für die Zukunft.“

Björn Rohloff, Vorsitzender des Steinwedeler Kirchenvorstandes, ergänzt: „Wir wünschen Jörn Kremeike, dass er für sich und seine Familie die richtige Entscheidung getroffen hat. Gemeinsam mit Superintendentin Sabine Preuschoff setzen wir uns jetzt für eine zügige und langfristige Neubesetzung der Pfarrstelle in Steinwedel ein.“

In der Zeit der Vakanz wird der Gemeinde ein Pastor zur Seite gestellt, der den Kirchenvorstand begleitet, für die Konfirmandinnen und Konfirmanden da ist und dafür Sorge trägt, dass für Taufen, Trauungen und Beerdigungen jeweils ein Pastor oder eine Pastorin zur Verfügung steht.

„Ich danke unserem Kirchenvorstand sowie unseren zahlreichen haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden schon jetzt dafür, dass sie unser Schiff auch in schwierigen Zeiten mit hohem persönlichen Einsatz auf Kurs halten. Wir blicken optimistisch nach vorn“, so Rohloff.“

Superintendentin Sabine Preuschoff hofft, dass die Stelle bald wiederbesetzt werden kann. Sie weiß aber auch, dass es aufgrund der geringer werdenden Zahl an Pfarrerinnen und Pfarrern nicht leicht wird. Daher ist sie sehr dankbar, dass es in der Kirchengemeinde Steinwedel so viele engagierte Mitarbeitende gibt, die das Gemeindeleben tragen.

„Steinwedel hat aus unterschiedlichen Gründen in kurzer Zeit die dritte Pfarrstellenvakanz zu bewältigen. Das betrübt mich sehr, habe ich diese Gemeinde bei der Visitation doch als höchst vital und facettenreich kennengelernt, mit hochengagierten Ehrenamtlichen, die sich auf die Impulse des jeweils neuen Pastors gefreut haben. In dieser Situation ist es besonders gut, dass Steinwedel einen derart einsatzbereiten und kompetenten Kirchenvorstand hat, der mit viel Herz und hohem Zeiteinsatz die Gemeinde durch diese belastende Zeit führt. Ich wünsche der Gemeinde von Herzen, dass sie einen Pastor oder einer Pastorin bekommt, der oder die dann auch länger bleibt“, sagt die Superintendentin.

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