Michael O´Farrell ist ein Vorbild

Stadt dankt dem Märchenerzähler für seinen Einsatz zu Gunsten des Hospizdienstes

Bürgermeister Alfred Baxmann (links) unterhält sich mit der Koordinatorin des Ambulanten Hospizdienstes, Manuela Fenske-Mouanga, und dem Preisträger Michael O´Farrell. Foto: Heinze
Bürgermeister Alfred Baxmann (links) unterhält sich mit der Koordinatorin des Ambulanten Hospizdienstes, Manuela Fenske-Mouanga, und dem Preisträger Michael O´Farrell. Foto: Heinze

Das Engagement von Michael O´Farrell ist für Bürgermeister Alfred Baxmann ein leuchtendes Beispiel für ehrenamtliche Arbeit zum Wohl der Stadt. Gestern empfing er den von der Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz ausgezeichneten Märchenerzähler im Rathaus – zum Dank und als Anregung für andere.

„Was einer kann, das können vielleicht ein paar andere auch“, sagte Baxmann. Und bei dem 74-jährigen O?Farrell ist das beachtlich: Seit Jahren erzählt er Märchen und spendet sein Honorar. Allein für den ambulanten Hospizdienst des Diakonieverbandes Hannover-Land hat er so einen mittleren vierstelligen Betrag eingeworben, Geld, das für die Aus- und Fortbildung der Ehrenamtlichen des Dienstes dringend benötigt wird.

Dass er kürzlich in Bückeburg als einer von vier Ehrenamtlichen mit dem Niedersächsischen Hospizpreis ausgezeichnet wurde, quittierte O´Farrell gleichwohl mit Bescheidenheit. Neben den drei anderen in der Hospizarbeit tätigen Freiwilligen habe er sich deplatziert gefühlt, erklärte der Banker im Ruhestand.

O´Farrell will weiter zu Gunsten des Hospizdienstes und anderer Institutionen aktiv sein. „Ich mache das, so lange ich noch eine Stimme habe“, versprach der Erzähler. Weil der Burgdorfer, wo es die Situation erlaubt, nicht nur Märchen erzählt, sondern auch über die Hospizarbeit informiert, hilft sein Einsatz, die Tabuthemen Tod und Sterben ins Gespräch zu bringen. Wie nötig das ist, verdeutlichte der stellvertretende Superintendent Ralf Halbrügge. Als er in einem Pflegewohnstift in einem Gesprächskreis die Endlichkeit des Lebens thematisierte, standen drei Über-80-Jährige auf und sagten: „Nee, das ist noch kein Thema für uns.“

aus:
Hannoversche Allgemeine Zeitung
Anzeiger für Burgdorf und Uetze
vom 6. November 2013
Red. Stefan Heinze, Burgdorf.

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