Moderner Selfmailer wirbt für Wahl

Ersatz für frühere Wahlbenachrichtigungskarten

Modern und emotional ansprechend: Die Wahlbenachrichtigung in Form eines „Selfmailers“ wird ab 6. Februar von den Gemeindebüros verschickt. Foto: gobasil
Modern und emotional ansprechend: Die Wahlbenachrichtigung in Form eines „Selfmailers“ wird ab 6. Februar von den Gemeindebüros verschickt. Foto: gobasil

Jung, modern und emotional: So wirbt die neue Wahlbenachrichtigung der Landeskirche Hannovers für die Wahl der Kirchenvorstände im März 2018. Der sogenannte Selfmailer – Benachrichtigungskarte und Umschlag in einem – ersetzt damit die bisher üblichen Karten im Briefumschlag.

„Unsere Gottesdienste und unser Kirchencafé sind zum Treffpunkt für viele Menschen geworden. Ich möchte, dass diese Gemeinschaft weiter wächst, deswegen kandidiere ich wieder.“ Mit Zitaten wie diesem und Fotos von aktiven Kirchenvorständen sowie Kandidatinnen und Kandidaten aus Niedersachsen erinnert die evangelische Kirche ihre Gemeindeglieder an die Wahl der Leitungsgremien für die kommenden Jahre. Der Selfmailer wurde gemeinsam mit einer hannoverschen Werbeagentur entwickelt und löst die bisherigen, amtlich-schlicht gehaltenen Wahlbenachrichtigungskarten ab.

Im Kirchenkreis Burgdorf werden Jugendliche zusätzlich mit einem Flyer angesprochen, die im März bereits ab einem Alter von 14 Jahren erstmals ihren Kirchenvorstand wählen dürfen. In den 18 Kirchengemeinden des Kirchenkreises gibt es 5.150 Erstwähler, also junge Leute zwischen 14 und 21 Jahren - mehr als 10% der Wahlberechtigten (45.590).

„Es gibt so viele Menschen, die in unseren Gemeinden Großartiges leisten“, sagt Joachim Lau, Leiter der landeskirchlichen Öffentlichkeitsarbeit. „Sie machen das ehrenamtlich, aus Überzeugung und mit vollem Einsatz. Dieses Gefühl wollen wir gerne in allen Medien vermitteln, die wir für die Wahl vorbereitet haben.“ Der Selfmailer sei eine tolle Chance, Gemeindeglieder auch auf emotionaler Ebene anzusprechen. Gleichzeitig übermittelt er natürlich auch wichtige Informationen: Eingedruckt sind Angaben zum Wahllokal und dessen Öffnungszeiten.

Die Gestaltung des Selfmailers wurde übrigens unabhängig getestet. Das Ergebnis: Bei Frauen und Männern, Jüngeren und Älteren stößt er auf größere Akzeptanz als die Wahlbenachrichtigungen früherer Wahlen. „Bei den Jüngeren ist der Unterschied sogar sehr deutlich“, sagt Joachim Lau.

Andrea Hesse und Wolfgang Hornig

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