Organspende ist Thema beim Info-Abend

Prof. Dr. Gregor Warnecke informiert – Gelegenheit zu Fragen und Diskussion

Die Frage nach der Organspende ist eine persönliche Entscheidung, betrifft aber auch die Angehörigen. Foto: Wiebke Ostermeyer/Landeskirche Hannovers
Die Frage nach der Organspende ist eine persönliche Entscheidung, betrifft aber auch die Angehörigen. Foto: Wiebke Ostermeyer/Landeskirche Hannovers

Die St.-Pankratius-Kirchengemeinde lädt Interessierte ein zu einem Informations- und Diskussionabend zum Thema "Organspende" ein.

Am Donnerstag, 7. November, ab 18.30 Uhr,
referiert Prof. Dr. Gregor Warnecke, leitender Oberarzt in der Klinik für Herz-, Thorax-, Transplantations- und Gefäßchirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover,
im Gemeindehaus, Lippoldstraße 15, 31303 Burgdorf,

zu dem Thema. Anschließend gibt es die Möglichkeit zu Fragen und zum Austausch. Dazu hat die Gemeinde auch eine Person eingeladen, die nierentransplantiert ist.

Es ist ein Schock, wenn ein Mensch jung und überraschend durch einen Unfall mitten aus dem Leben gerissen wird. Angehörige sind erstarrt, tottraurig und überfordert.

Wenn dann Ärztinnen oder Ärzte fragen: „Dürfen wir Organe entnehmen, um mit der Transplantation das Leben eines anderen Menschen zu retten?“, sind Angehörige, die sich nicht vorher mit dem Thema auseinandergesetzt haben, schnell überfordert. Wer sich vorher nicht in der Familie über Wünsche und Einstellungen zur Organspende ausgetauscht hat, weiß meist keine Antwort.

Es gibt zwar die medizinische Möglichkeit, Nieren, Lunge, Leber, Herz, Haut und weitere Organe zu transplantieren. Und auf einer langen Liste bei Eurotransplant stehen Namen von Menschen, die ohne neue Organe nicht mehr lange überleben. Eurotransplant verwaltet für acht Länder Europas diese Liste, auf der zur Zeit etwa 15.000 Namen stehen.

Gleichzeitig gibt es aber viele Fragen. Die schwierigste Frage in dem Zusammenhang ist wohl: „Wann ist ein Mensch tot, bei Hirntod oder erst beim Herzstillstand?“

Der Informations- und Diskussionsabend soll auch zur Meinungsbildung zur politschen Diskussion über Gesetzentwürfe zur Organspende dienen.

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