Land der Vertreibung – Land der Zuflucht

AK Gedenkweg 9. November: Brückenschlag zwischen Vergangenheit und Gegenwart

Zufluchtsländer für aus Burgdorf in den Jahren 1933-1941 vertriebener Jüdinnen und Juden sowie ihrer Angehörigen. Grafik: Siehe Webadresse in der Grafik.
Zufluchtsländer für aus Burgdorf in den Jahren 1933-1941 vertriebener Jüdinnen und Juden sowie ihrer Angehörigen. Grafik: Siehe Webadresse in der Grafik.

Der Arbeitskreis Gedenkweg der Burgdorfer Kirchengemeinden lädt für Donnerstag, 11. November, 17 Uhr, zu einer Gedenkveranstaltung in den Ratssaal des Burgdorfer Schlosses ein. Musikalisch begleitet von Matthias Schorr und Michael Schalamov versucht der Arbeitskreis an diesem Abend einen Brückenschlag zwischen Geschichte und Gegenwart. Es wird am Beispiel der Burgdorfer Familie Emil Cohn an deutsch-jüdische Vertreibungsschicksale im Nationalsozialismus erinnert. Zugleich sind Migrationsbiografien von im Jahr 2015 nach Deutschland geflüchteten Menschen Thema. Es geht also um Deutschland als Ort der Vertreibung und Deutschland als Zufluchtsland.

Die Veranstaltung findet unter 2G-Coronaregeln (Geimpfte und Genesene) statt. Der Arbeitskreis bittet um Anmeldung bis zum 4. November unter der E-Mail-Adresse info@juedische-geschichte-burgdorf.info oder Telefon (0 15 77) 1 11 94 21. Einlass zur Gedenkveranstaltung ist ab 16.15 Uhr, damit Abstands- und Kontrollregeln eingehalten werden können.

Der übliche Gedenkweg am 9. November findet in diesem Jahr wegen der Veranstaltungen im Umfeld NICHT statt. Nachmittags wird die Sprecherin des Arbeitskreises, Judith Rohde, mit Vorkonfirmandinnen und -konfirmanden der Martin-Luther-Kirchengemeinde einen Rundgang zu den Stolpersteinen durchführen.

Gunter Demnig verlegt weitere Stolpersteine

Am Freitag, 12. November, ab 11 Uhr, wird Gunter Deming in Burgdorf weitere Stolpersteine verlegen. An der Gartenstraße 44 wird ein Stein für Heinz Cohn, seine Mutter Margarethe und seine Schwester Hildegard verlegt. Heinz wurde Opfer der nationalsozialistischen Kranken- und Behindertenmorde. An der Wallgartenstraße 38 wird der Arbeitskreis etwa eine halbe Stunde später an Emil Cohn, seine Frau, Söhne und Töchter erinnern. Einigen von ihnen gelang es, rechtzeitig auszuwandern und im Exil eine neue Heimat zu finden. Die Veranstaltung ist öffentlich unter den dann geltenden Coronaregeln für Freiluftveranstaltungen.

Spenden für die Verlegung nimmt der Arbeitskreis auf seinem Spendenkonto entgegen:
Kontoinhaber: Kirchenkreisamt Burgdorfer Land
IBAN: DE71 2515 1371 0000 0072 52.
Bitte unbedingt als Stichwort „Gedenkweg 9.November“, ggf. zusätzlich „Stolpersteine“ angeben.

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