Ostern – und das Leben erwacht!

Glaubenssache

Gesa Steingräber-Broder, Matthäus-Gemeinde in Lehrte. Foto: privat
Gesa Steingräber-Broder, Matthäus-Gemeinde in Lehrte. Foto: privat

Ostern – da explodieren die Farben.
Frisches Grün sprießt aus den Zweigen, sonnengelbe Osterglocken und knallrote Tulpen leuchten im Sonnenschein um die Wette. In Glanzpapier gehüllte Schoko-Ostereier lugen aus dem Gras, ein goldener Hase hockt daneben. So stelle ich mir das vor.
Ostern – und das Leben erwacht.

Ostern – und zunächst ist alles grau.
Die Ostergeschichten der Bibel beginnen sehr früh am Tag, erstes Morgenlicht schimmert. Frauen sind auf dem Weg zum Grab.
Nicht nur außen ist es noch dunkel, auch die Seele ist voller Trauer und Nicht-Weiter-Wissen.
Dann das leere Grab, die Botschaft: „Jesus ist auferstanden!“ – das verwirrt, der Weg zur Osterfreude muss erst noch gegangen werden. Doch dann, langsam, so wie das Herz eben mitkommen kann:
Ostern – und das Leben erwacht.

Ostern 2021 – in diesem Jahr liegen Schatten darauf.
Auf dem schönen farbenfrohen Frühlingsfest und sogar auf der frohen Botschaft vom Leben, das den Tod überwindet.

Trotz mancher hoffnungsvollen Nachrichten ist die Pandemie nach wie vor mächtig.
Die vielen Toten, die Genesenen, die lange noch unter den Folgen leiden. Die fehlende Nähe, die Einsamkeit in den Heimen, Kinder, die immer trauriger werden.
Wie feiern wir Ostern in diesem Jahr?

Meine Antwort: Mit Hoffnung.
Mit Hoffnung, die in den Knospen an den Bäumen ein Zeichen sieht: Das Leben kehrt wieder.
Mit Hoffnung, die auf die Osterbotschaft baut, dass das Leben letztlich siegt.
Mit Hoffnung, dass wir im Leben und darüber hinaus bei Gott in guter Hand geborgen sind.
Ostern – und das Leben erwacht.

Gesa Steingräber-Broder
Pastorin der Matthäus-Kichengemeinde, Lehrte

Glaubenssache - Beiträge und Texte aus Kirche und Religion“

Die Kolumne erscheint jeweils sonnabends im Marktspiegel für Burgdorf und Uetze, sowie im Marktspiegel für Lehrte und Sehnde. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Kirchen schreiben Beiträge aus ihren Kirchengemeinden, Einrichtungen und Arbeitsfeldern, von ihren Erfahrungen und zu dem, was sie gerade beschäftigt.

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