Was bleibt?

Glaubenssache

Gemeindereferent Stefan Horn. Foto: privat
Gemeindereferent Stefan Horn. Foto: privat

In vielen Haushalten sind die Weihnachtsbäume abgeschmückt und oft bereits entsorgt. Die Weihnachtsgeschenke erfreuen sich ihrer Verwendung oder harren der Dinge im Schrank. Der Alltag hat uns wieder. Auch in der katholischen Kirche endet mit dem heutigen Fest der Taufe Jesu die Weihnachtszeit.

Was bleibt da von Weihnachten? Ist bis zum Dezember wieder alles abgehakt? Irgendetwas muss doch Weihnachten in unserem Leben verändert haben. Nur: was? In unserer Taufe hat Gott jedem einzelnen von uns gesagt, was er am heutigen Tag zu seinem Sohn Jesus sagt: Du bist mein geliebtes Kind!

Die Liebe ist das Erkennungszeichen für die Kinder Gottes. In der Taufe werden wir zu Gottes Lieblingskindern. Und das zeigt sich in einem Leben voller Liebe. Manchmal vergessen wir im Laufe des Lebens, was es bedeutet, ein Kind Gottes zu sein. Wer aber in seinem Leben die Begegnung mit Christus immer neu sucht – etwa im Gottesdienst, im regelmäßigen Gebet oder aber, indem wir Jahr für Jahr die Menschwerdung Gottes an Weihnachten feiern – der vergisst auch nicht, dass er ein Kind Gottes ist. Ebenso halten wir die Erinnerung an unsere Taufe durch die liebevolle Begegnung mit unseren Mitmenschen wach.

Wenn der Heilige Geist in der Taufe auf uns herabkommt und in uns Wohnung nimmt, dann brennt das weihnachtliche Licht in unseren Herzen. Noch mehr Weihnachten geht wohl kaum.

Stefan Horn
Gemeindereferent der Röm.-kath. Nikolausgemeinde Burgdorf

Glaubenssache - Beiträge und Texte aus Kirche und Religion“

Die Kolumne erscheint jeweils sonnabends im Marktspiegel für Burgdorf und Uetze, sowie im Marktspiegel für Lehrte und Sehnde. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Kirchen schreiben Beiträge aus ihren Kirchengemeinden, Einrichtungen und Arbeitsfeldern, von ihren Erfahrungen und zu dem, was sie gerade beschäftigt.

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